17.7.2016

Morgen gehts los!

18.7.2016
Um ca. 8:00 hab ich meine Fahrt begonnen, viel gibt es nicht zu sagen, die übliche Überführungsfahrt.
Allerdings hab ich natürlich bei Marcus Pankratz Autowerkstatt in Lübeck einen Stop eingelegt und meinen Werkzeugkasten, gefüllt mit 8 Flaschen verschiedener fränkischer Biere übergeben. Ein kleines Dankeschön für die schnelle und unverbindliche Hilfe letztes Jahr. (Nachzulesen hier: pff.de/porsche/index.php?threa…mel-wieder-auf-nordkurs/)
Die haben sich sehr gefreut, hatten aber auch ein wenig Stress mit einem liegengebliebenen Rangerover. Also hab ich mich wieder auf den Weg gemacht.
An Lübeck vorbei nach Puttgarden auf die Fähre. Musste dort ungefähr 90 Minuten warten ohne das ein Grund erkennbar war. Es wurde also mit anderen Reisenden gequatscht, immer wieder das Auto erklärt (Sollte vielleicht einen Flyer drucken) und ansonsten über die jeweiligen Ziele geredet.
Ein Cayenne Fahrer fragte mich ob dies das Auto von diesem berühmten Doktor aus dem Porsche Bildband sei. Hab das natürlich aufgeklärt. Mal sehen wie das dem Erik gefällt wenn er erfährt, dass er der „berühmte Doktor“ ist.
In Dänemark gabs eine kurze Kontrolle, nach der Grenze wurde man von einer Polizistin aufgefordert das Licht einzuschalten. Wie nett!

Das Wetter war zum Autofahren prima, lediglich am Ende fing es leicht an zu nieseln.
Hab also so gegen 18:30 Die Öresund Brücke überquert und war erwartungsgemäß um halb acht in Malmö an meiner Unterkunft.

Das örtliche Subway mit angeschlossenem SevenEleven hatte zum Glück noch auf, so konnte die mitgebrachte Salami noch unangetastet bleiben. Im Hotel gabs nämlich nix mehr zu futtern.

Werde mich jetzt mal daran machen eine Strecke für morgen auszutüfteln. Bin noch ein wenig unentschlossen.

Rommel bisher vollkommen problemlos.
Morgen gehts neuen Abenteuern entgegen!

19.7.2016

Im Dahls Hotel lecker gefrühstückt und los gings, Start kurz nach 9:00
Gegen 11:30 passierte ich Göteborg und eine Weitere Stunde gings an Trollhättan vorbei.
Natürlich nicht ohne kurzes Gedenken an die grossartigen Saabs die die Schweden hier einst produzierten.
Ich fuhr weiter meine übliche Strecke und wollte Heute nicht, wie sonst immer, bis nach Malung vorstossen sondern Torsby sollte mein Ziel sein.
Als ich bei Grums nach Norden abbog wurde der Verkehr schlagartig dünner und die Landschaft rauer. So gings also dahin und dahin.
Bereits um 15: Uhr kam ich in Torsby an und fand auch gleich eine brauchbare Unterkunft.

Da es noch so früh war galt es natürlich Schotter unter die Räder zu nehmen. Vorher noch ein Abstecher zu Bilverkstatt um Jörge einen Besuch abzustatten. Leider arbeitet der Gute dort nicht mehr.
Also bewegte ich mich etwa 40 Kilometer mit viel Spaß durch die schwedischen Wälder. Ich wollte zu einem Laden in Eksärad in dem ich vor einigen Jahren schon mal war. Jäger Equipment wollte ich mir ansehen.
Leider gabs das dort nicht, auf meine Frage hin, wo es sowas denn gäbe lautete die Antwort: „in Torsby, a big shop nearby the Sport Hotel“ Also genau dort wo ich eingecheckt hatte!!!

Also wieder zurück und den Laden auskundschaftet. Letzlich gab es dort nichts was man nicht hierzulande auch findet.
Vorm Hotel kam mir dann irgendwas am Auto komisch vor.
Hinten sah es zu tief aus.
Also mal drunter gekuckt. Seltsam, auf beiden Seiten ist die schwarze Feder, also der weichere Teil komplett komprimiert.
Das kann eigentlich nur bedeuten das die Gasfedern beidseitig im Eimer sind.
Habe aber den Eindruck das noch Dämpfungswirkung da ist.

Hmm.. bin jetzt unentschlossen wie ich weitermache. Entweder abbrechen und zurückfahren oder es drauf ankommen lassen und wenigstens auf Asphalt weiterfahren.

Werde mal Erik kontaktieren was der dazu meint.

Einerseits wäre es unschön jetzt schon wieder heimzufahren, andererseits möchte ich nicht mit einem kapitaleren Schaden irgendwo liegenbleiben.

Mal sehen wie ich das morgen früh einschätze.

Da das Restaurant abends nicht geöffnet ist musste die Salami heute drann glauben.

Nachtrag:

Erik meint ich soll einfach weiterfahren, nur „Ganz derbe Sachen“ vermeiden.

Nun ja, dem werd ich mal Glauben schenken, Erik hat sowas sicher schon öfter gemacht.
Allerdings haben wir ausgemacht das ich mal bei ihm aufkreuze, entweder Freitag oder Sonntag Nachmittag.

Danach werd ich die weitere Vorgehensweise ausrichten. Denke Morgen Abend ist mir klar was ich mache.

20.7.2016

Lange und gut geschlafen (hab mich um halb 10 schon hingehauen)
Spärliches Frühstück und ausgecheckt.
Auto nochmal begutachtet und los gings.

Nach kurzer Asphaltstrecke schlug ich mich in die Wälder. Sehr vorsichtig, auf alles geachtet was das Auto so verlauten lies. Fühlte sich alles normal an. Kein Gerumpel oder Gescheppere welches auf üble Dinge schließen liesse.
Irgendwann wurde es dem Iphone zu bunt und es hat angefangen Iron Maiden zu spielen. Bin dann so gefahren wie immer, 60-80 kmh, ein wenig quer und ein wenig geradeaus. Keine Probleme.
War mir sicher dass ich lediglich Höhe verloren habe. Dämpfung scheint ok zu sein.

Zwischendurch wurde die Drohne startklar gemacht und die Luftaufklärung in Betrieb genommen.

So gings dahin, auf herrlichem Schotter bis ich kurz nach 10 Uhr wieder auf die E45 abbog, Richtung Malung. Der Plan war, dort einzuchecken und den restlichen Tag mit Erkundungsfahrten in der Dalärna Region zu verbringen. Natürlich wurden im Baumarkt zu Malung wieder Mitbringsel erworben.
Leider war mein bevorzugtes Hotel, das Olaf und Krog, vollkommen ausgebucht. Es findet in dieser Woche ein Tanzfestival dort statt, so dass das verschlafene Malung voller Leute war.
Ich dachte mir so, fährste nach Mora und versuchst dort dein Glück.

Die E45 zeigte erstaunlich hohes Verkehrsaufkommen und mir schwante Übles. Auch Mora war vollgestopft mit Leuten. Glücklicherweise bekam ich noch ein nettes Zimmer mit Balkon im Silijan Hotel.
Eingecheckt und wieder raus auf die Straße. Nerviges Stop and Go bis ich endlich draussen aus der Stadt war. Ich fuhr dann eine Weile durch schöne Gegenden, aber fast alles war asphaltiert.
Asphaltstrassen sind in Schweden für mich als ob jemand die Sahne vom Kuchen geklaut hat!
Also wieder zurück, nochmal durch die Stadt und wieder in den Wald.
Das war dann schon wesentlich besser. Der restliche Nachmittag wurde ausgiebig mit dem Zweck meiner Reise verbracht.
Hab auch einen kleinen Spaziergang gemacht und dabei ein halbes Dutzend Waldhühner aufgeschreckt, vermutlich Auerhennen oder was Ähnliches.
Mit einer Schrotflinte wäre das eine lösbare Aufgabe gewesen.
Eine ziemlich große Elchfährte wurde auch gesichtet und fotografiert. Wenn man die Schrittlänge dieser Waldbewohner sieht, kann man sich in etwa vorstellen was da für Riesenviecher durch den Wald schreiten.

Die Drohne durfte auch nochmal fliegen und der Salami fehlt ein weiteres Stück. Dem guten fränkischen Brot erging es ähnlich. Wie der Salami, nicht der Drohne, Brote fliegen nicht!!)

Was mir besonders aufgefallen ist: Viele unbewohnte Häuschen und Hütten mitten im Wald, in verschiedenen Zerfallsstadien von romantischer Verwahrlosung bis zum Untergang des Hauses Usher. Man sagt die Schweden ziehen vermehrt in die Städte. Scheinbar stimmt das, und ich finde sie sollten das besser lassen. Städte sind Mist!

War heute irgendwie ein toller aber anstrengender Tag.
Bin immer noch unentschlossen wie es weiter geht. Könnte am Freitag Nachmittag bei Erik sein, und somit Samstag abend zu Hause.
Oder ich treff Erik am Sonntag und laufe dann Montags wieder im Heimathafen ein.

Das Auto macht keinerlei Mucken, aber dieses Problem mit den Gasfedern hab ich dennoch ständig im Kopf. Auf dem Foto sieht mans ein wenig wenn man den Abstand der Räder zu den Radhäusern vergleicht.

Nachtrag:
Wollte jetzt in Mora was essen, d.h. was Ordentliches essen, ein Steak oder etwas in diese Richtung.
Anscheinend ist er beste Platz dafür das „Strand Restaurant“.
Toll gemacht und sieht gut und modern aus. Platz für etwa 200 Leute, drinn waren vielleicht 80.
Trotzdem gab es so eine Art DDR Einlasskontrolle. Es durftennur soviele rein wie gerade rauskamen. Strange.
Ich hab dann ungefähr 90 Minuten auf ein Steak gewartet das gerade mal so „ok“ war. Nunja, ich bin satt.
In Mora fahren derweil die abgefahrensten Karren herum, auf und abgemotze Amikisten in jeder möglichen Variation. Dazu dann donnernde, riesige Harleys, die von Mädchen gefahren werden die aussehen als seien sie 16.
Ich mag die Schweden.

Kurzer Trip nach Schweden im Juli 2016

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