3. Tag
Heute haben wir die Räder durchdrehen lassen!
Von Anfang an:
Erstaunlicherweise war die Nacht in der Flüchtlingsunterkunft sehr ruhig und wir haben beide prima geschlafen. Frühstück war ebenfalls ganz passabel.
Bevor wir losfuhren haben wir uns noch ein wenig mit dem syrischen Arzt unterhalten und ihm unsere Visitenkarten gegeben. Ich denke wir werden von ihm hören. Erstaunlich wie einem 10 Minuten Gespräch mit einem Betroffenem eine völlig neue Sichtweise verschaffen können……
Wir brachen dann kurz vor 10 Uhr auf. Dem eigentlichen Zweck der Reise folgend ging es ohne grosse Umwege sofort auf nicht asphaltierten Straßen in die Wälder von Dalärna, so heißt die Region hier. Die ersten 30 Kilometer „Dirt Tracks“ waren ein guter Prolog und offensichtlich hatte auch Bernd Freude an der Sache. Im Rückspiegel sah ich ihn eigentlich ständig quer um die Ecken kommen. Es gab viel tolle Landschaft zu sehen, und auch einige Kühe, die seltsamerweise wohl im Wald zu leben schienen.
Wir besuchten dann den Baumarkt in Malung, ohne allerdings etwas zu kaufen, ich hab schon genug Gränsfors Äxte :-)
Vor dem Baumarkt sprach uns ein Schwede an, der sich sehr für die Porsches und für unsere Reise interessierte. Er wies mich darauf hin, dass mein Multitool am Gürtel mittlereweile in Schweden verboten sei. „The Policemen are crazy, every Man here have knife“!
They invite some africans, and they kill themselves with knifes, and the swedish people lose there right to take a knive. How silly ist hat??“
Kann man irgendwie nachvollziehen.
Weiter gings auf die Piste!
die folgende Strecke habe ich schon vor einem Jahr befahren und ich wollte sie Bernd unbedingt zeigen. Wunderbare Schotterpisten über dutzende Kilometer. Bestes Wetter, und ebenso gute Laune.
Gegen Mittag stoppten wir und bereiteten mit verschiedenen Vorrichtungen Kaffee und Espresso zu. Recht erfolgreich! :-) Ausserdem gabs Salami, Fleisch und leckeres Brot.
Irgendwann Nachmittag erreichten wir dann das Wrack des alten Centurion Panzers, das ich letztes Jahr als Ziel hatte. Mittlerweile ist das Ding ganz schön zerfleddert. Ich hatte ein wenig Mitleid mit Bernd, der die ganze Zeit hinter mir herfuhr und meinen Staub schlucken musste. Da keine komplizierte Navigation mehr nötig war, übernahm nun Bernd die Führung. Der brauste dann gleich sichtlich entfesselt davon. Dem driftenden und davonstaubenden 911 sah man deutlich an, das der Fahrer großen Spaß hatte :-)
So legten wir insgesamt etwa 180 Kilometer auf nichtbefestigtem Untergrund zurück. Gegen 18:00 erreichten wir Särna. Es wurde getankt und Kaffee genossen. Der ältere Zausel der schon bei den letzten 3 Besuchen dort in der Tankstelle herumhing war auch diesmal wieder anwesend :-)
Auch dort gab es eine Menge Gespräche mit einem Haufen von Leuten die an den Porsches interessiert waren. Ein älterer Mann hatte in Rostock als professioneller Hafentaucher gearbeitet und probierte sein Deutsch bei uns aus. Der machts richtig, geniest seinen Ruhestand, im Sommer in der schwedischen Heimat, im Winter in Spanien :-)
Da das Värmlandsportenhotel eher enttäuschend war, beschlossen wir uns etwas besseres zu suchen und fanden im Internet das Pernilla Wiberg in Idre. Also auf dahin. Unterwegs gabs die ersten Rentiere auf der Straße und in der Landschaft Anzeichen des nahen Fjäll Gebietes.
Auf dem Parkplatz vor dem Hotel spazierten einige Rentiere herum, offenbar sicher dass sie hier die Chefs seien.
Das Hotel stellte sich als exzellenter Volltreffer heraus. Das leckere Essen rundete die ganze Sache ab.
Als wir noch kurz draussen saßen um den Tag zu beenden kamen plötzlich zwei Spidermans vorbei. Einer davon entpuppte sich als weiblich. Aber im Ernst, man sitzt vor einem Hotel im Outback Schwedens, und dann tauchen als Spiderman verkleidete Gestalten auf und benehmen sich merkwürdig.

Für morgen gibts keinen rechten Plan, auf jeden Fall wollen wir den Pass zum Nipfjället hochfahren.

Schwedentrip mit zwei 911 Safaris. Tag 3

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